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Jeder Tunnelkilometer erhöht die Unfallwahrscheinlichkeit

Verkehrspsychologen tagen in Regensburg

In Regensburg begann heute der 38. BDP-Kongress für Verkehrspsychologie, an dem mehr als 300 Verkehrspsychologen überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum teilnehmen. Unter dem Motto "Verkehrspsychologie bewegt - Personen, Systeme, Daten" beschäftigen sie sich bis einschließlich Samstag mit der ganzen Themenvielfalt der Verkehrspsychologie - von der Diagnostik der Fahrtauglichkeit bis zur Gestaltung von Verkehrssystemen, von der Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme bis zur künftigen Tunnelbauweise.

Bei der Eröffnungsveranstaltung an der Uni Regensburg äußerte Rektor Prof. Dr. Alf Zimmer die Hoffnung, dass der Kongress die Potenziale der Verkehrspsychologie deutlich machen werde. Verkehrssysteme in Europa sollten auf den Menschen ausgerichtet werden, statt diesen vor allem als Fehlerquelle zu betrachten, die technische Systeme störe.

BDP-Präsidentin Gertraud Richardt beklagte, dass Verkehrspsychologie von vielen noch immer auf die Auslese ungeeigneter Fahrer reduziert werde. Dabei seien Verkehrspsychologen hervorragende Präventionsspezialisten und Berater.

In der Arbeitsgruppe für Angewandte Psychologie in der Straßenverkehrstechnik stellte der Schweizer Markus Hubacher eine neue Studie zu Unfällen in Tunneln vor. Danach wächst das Risiko von Unfällen bei größerer Verkehrsmenge in Tunneln stark. Jeder Kilometer Tunnellänge bedeute eine um 20 Prozent höhere Unfallwahrscheinlichkeit. Entgegen früherem Untersuchungen habe die Studie ergeben, dass diese bei Zweiröhrigkeit tatsächlich abnehme. Die Kurvigkeit dagegen sei ohne Relevanz.

12. September 2002