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Titelschutz - Abmahnungen - negativ aufgefallen

Folgende Anbieter bzw. ihre Werbung sind uns im Zusammenhang mit "MPU-Vorbereitung" bzw. irreführender Werbung negativ aufgefallen:


Herr Peter Schmidt, Hamburg wurde von uns mit dem beigefügten Schreiben abgemahnt: 
Abmahnung Peter Schmidt. Herr Schmidt behauptete bis zur Abmahnung auf seiner HP "www.beratungen.de", Mitglied im "Berufsverband Deutscher Psychologen und Psychotherapeuten" zu sein (den Berufsverband gibt es nicht). Er erweckt fälschlich den Eindruck, selbst Psychologe oder Psychotherapeut zu sein. Die HP enthält jetzt nur noch einen toten Link ("keine-Angst-vor-Psychologen"). 


"www.mpu-idiotentest.de":
Hier spricht bereits der Name der Website für sich. Sie enthält viele Statements der Sorte "Eine MPU zu bestehen ist die Kunst, sich an den Gutachter anzupassen", die wir für angstfördernd und irreführend halten

Diese im Google-Ranking sehr erfolgreiche Website (Suchwort "mpu") zielt nach unserer Auffassung nicht darauf ab, objektiv über die MPU zu informieren, sondern vorhandene Vorurteile und Klischees zu fördern.


"www.mpu.de" (WEKO), Stand 31.05.2007.
Dieser Anbieter bzw. seine Werbung war uns nicht nur durch seine Übersetzung ins Englische negativ aufgefallen (der fachlich korrekte Terminus für "Medizinisch-Psychologische Untersuchung" lautet "medical-psychological assessment", nicht "examination" oder gar "investigation"), sondern auch durch seine  Erfolgsversprechungen ("In nur 3 Tagen zum Erfolg") in Verbindung mit der Angabe von Erfolgsquoten ("94 % aller WEKO Kunden erreichen eine positive MPU"...). 

Die Angabe von MPU-Erfolgsquoten in der Werbung halten wir grundsätzlich für eine fragwürdige Strategie. Sie weckt falsche Hoffnungen.

Auf dieser Seite wird unter der Überschrift "Psychotest" etwa behauptet, ein kompletter "Psychotest" (MMPI - Untersuchung) bestehe aus fast 500 Fragen und werde "von allen Untersuchungsstellen verkürzt durchgeführt. Trotzdem werden Sie wahrscheinlich 200 Fragen oder mehr beantworten müssen".

Dabei würden regelmäßig Fragen gestellt wie:

„Mein Magen ist sehr empfindlich“

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„Als Kind habe ich mich gerne geprügelt“

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„Meine Mutter meint es selten gut mit mir“

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"Witze erzählen liegt mir nicht besonders“

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„Nach einer Feier habe ich oft Lust, noch etwas zu unternehmen“

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„Die Gelbphasen an Ampeln sind zu kurz“

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„Autofahren ist ein tolles Hobby“

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„Ich bin manchmal sehr traurig“

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„Ich werde schnell rot“

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„Ich halte meine Versprechen immer ein"

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Diese Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage. Sogenannte „Persönlichkeitsfragebogen“ werden seit Jahrzehnten nicht mehr regelmäßig in der Fahreignungsuntersuchung eingesetzt. Ob hier eine Copyright-Verletzung vorliegt, ist zu prüfen.

Gleiches gilt für Mitteilungen wie: "Nur 8,6% aller Teilnehmer, die wegen Alkoholmissbrauchs zur MPU müssen, erhalten ein positives Gutachten", die völlig aus der Luft gegriffen sind und nach unserer Auffassung lediglich Panik erzeugen. Zur Behebung der Ängste und Defizite wird dann noch eine "hochwertige Trainingsmaßnahme" zum Preis von 1.500,-- € (plus Unterkunft und Anwaltskosten). Alternativ ist eine dreistündige telefonische Beratung „ab 480,-- €“ (inkl. ges. MwSt.) im Angebot (Stand: 31.05.2007).

Wer sich aus erster Hand informieren will, sollte kurzfristig Kontakt zu einer Untersuchungsstelle aufnehmen, die in der Regel kostenlose Informationsabende anbieten. Dort erfahren Sie genau, welche Fragen gestellt und welche Kriterien für den Erfolg bei einer MPU erfüllt sein müssen.


"www.verkehrspsychologen.de
Ein anderer von uns als erheblich kritikwürdig angesehener Auftritt mit der anmaßenden Internet-Zweitadresse "www.verkehrspsychologen.de" wurde kräftig überarbeitet und liefert jetzt ohne weitere Links nur noch ein Südseepanorama. 


"www. online-mpu.de"
leitet neuerdings auf einen EU-Führerscheinanbieter weiter, der mit fragwürdigen MPU-Statements für sich wirbt ("Positives MPU-Gutachten mit Garantie über deutsche Treuhandabwicklung! Organisation von EU-Führerschein statt MPU! Kostenlose Hotline" // "Die MPU ist eine Prognose in die Zukunft mit Daten der Vergangenheit. Diese Schwäche ist zugleich ihre Stärke. Wer wollte von Fälschung oder falscher Prognose sprechen, wenn der schmale Grat, der Sie von einem positiven Ergebnis trennt, von gut meinenden Helfern gesichert und Ihnen beim Überqueren eine helfende Hand gereicht wird?") und direkte Kontakte anbietet ("Diese Helfer gibt es, natürlich außerhalb des Massengeschäftes"). Natürlich wird vor Telefonabzocke mit "0900er-Nummern" gewarnt.

Anbieter ist die Schweizer Esta GmbHIn Verstoß gegen § 5 TMG wird im Impressum der Vertretungsberechtigte nicht benannt. Forscht man nach, ergibt sich, dass Geschäftsführer Herr Martin Kohlhase ist und 95 % der Stammeinlage von der Schweizer Apres Work AG in Baar stammen (vgl. hrazg.ch). Esta GmbH wirbt unter www. esta-swiss.ch gegen Zahlung von bis zu 3.500 € bis 5.500 € für garantierten MPU-Erfolg ("MPU garantiert. Mit Treuhandabwicklung"), "abhängig davon, wie schnell das gewünschte Resultat erzielt werden soll".

Erfindungsgeist noch ungebremst: Neue Titelschutzverfahren.

Wegen der Titulierungen "Fachexperte für Psychologie" (IBW), "Parapsychologe" mit Diplom (IPG) und "Verkehrspsychologische Praxisberatung" (Fahrschule Peucker, Ingolstadt) hat der BDP einstweilige Verfügungen bzw. Urteile erwirkt.

Mit den Titelschutzverfahren beabsichtigt der BDP nicht nur, die konkrete unzulässige Bezeichnung zu verhindern, sondern auch eventuelle Nachahmer abzuschrecken. Wenn sich Bildungseinrichtungen schon mit viel Fantasie Bezeichnungen einfallen lassen, muss für die Interessenten sofort erkennbar sein, dass sie mit einer derart bezeichneten Ausbildung nicht Psychologen bzw. Psychotherapeuten werden können. (Die einstweilige Verfügung führte bei dem rührigen Fahrschul-Familienbetrieb Peucker - immerhin - zu einer Umbenennung in "Verkehrspsychologische Praxis-Hilfen").