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EU-FÜHRERSCHEIN - OHNE MPU?Häufig geraten Betroffene an unseriöse Anbieter von EU-Führerscheinen, insbesondere bei Komplett-Angeboten, die mit dem Erwerb meist tschechischer oder polnischer Führerscheine innerhalb eines Wochenendes locken. Für viel Geld (oft 1.000 bis 3.000 Euro) werden die Betroffenen ins Nachbarland gefahren, erhalten unter Umständen auch Fahrunterricht. Dann wird ggf. eine (vermeintliche) Führerscheinprüfung abgenommen und der Betroffene erhält den EU-Führerschein ausgestellt. Der Laie kann dabei kaum feststellen, ob es mit rechten Dingen zugeht oder ob es sich gar um eine Dokumentenfälschung handelt. Erst bei der Kontrolle in Deutschland fällt oft auf: Der Führerschein ist gefälscht. Die Folgen: Nicht nur das Geld ist futsch, oft folgt eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung. Das vermeintliche Nichtwissen hilft vor Gericht nicht. Oft gibt es eine neue Führerscheinsperre und die MPU ist danach erst recht fällig. Aber auch ein "ordentlicher" EU-Führerschein aus europäischen Nachbarländern kann von der ausstellenden Behörde entzogen werden, wenn bekannt wird, dass er "rechtsmissbräuchlich" (unter Verschweigen wichtiger Tatsachen) beantragt wurde. Neuerdings werden auch zunehmend häufig "Nutzungsuntersagungen" für Führerscheine ausgesprochen, die auf diesem Wege rechtsmissbräuchlich erworben wurden. |
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